HEINZ GRÜNEWALD – geboren 26. Juni 1925, verstorben 18. Juni 2019

Am Mittwoch, den 18.06.2019, ist unser lieber Ruderkamerad Heinz Grünewald im gesegneten Alter von fast 94 Jahren verstorben.
Nachruf von Mike Wulfram // Fotos: Wilbrand Grevemeyer

Obwohl alle, die eng mit ihm verbunden waren, seit Monaten um seinen kritischen Gesundheitszustand wussten, kam das Ende dann doch überraschend und schmerzlich.

Bereits am 1. April 1950 begann Heinz mit dem Rudersport bei der Ruderriege ROT-GELB, als Mitarbeiter der DEUTSCHE SHELL AG damals beinahe ein „Muss“!

Mit einer mehrjährigen, beruflich bedingten Unterbrechung war Heinz aktiv um das Wohl der Rudersparte als Spartenleiter als auch um den Gesamtverein als 1. Vorsitzender viele Jahre bemüht.

Legendär war sein Durchhaltevermögen – nicht nur im Allgemeinen – insbesondere auch auf den zahlreichen Ruderwanderfahrten, die er auf fast allen Flüssen und Gewässern in Deutschland und Europa absolviert hat. Wenn man ihn nach drei oder mehr Stunden aktiver Ruderarbeit aufforderte, doch den Rollsitz mit dem Steuermannssitz zu tauschen, hörte man meist nur: „Lasst mich mal weiterrudern – bin grad im Tritt!“ Davon konnten ihn auch blutige Hände nicht abhalten.

Mit 92 Jahren beendete Heinz seine ruderischen Aktivitäten. Das machte er freiwillig und aus eigenem Antrieb. Nicht das Rudern machte ihm Probleme. Nein, es war eher das Ein- und Aussteigen.

Besonders hervorzuheben war sein feinsinniger Humor und seine Schlagfertigkeit. Hin und wieder erfreute uns Heinz mit einer Elegie. Eine möchte ich euch nicht vorenthalten (gereimt 2017):

Viele Jahre kümmerte sich Heinz als Spartenleiter um das Wohl der Rudersparte. Als 1. Vorsitzender begleitete er auch viele Jahre den Gesamtverein.

Alt-Ruderers Nachtgedanken

Denk` ich ans Rudern in der Nacht,

bin ich um meinen ……….

Dort musst` ich stoppen, in der Tat

Würde sonst ein Heine-Plagiat

 

Drum hier ein anderer Beginn,

von dem ich selbst der Autor bin!

Lieg ich des Nachts so vor mich hin,

bevor ich eingeschlafen bin,

Gehn durch den Kopf mir manche Dinge

Wovon ich hier ein Beispiel bringe:

Noch sind wir ein althergebrachter

Gestandener Altherren-Achter

Doch peu a peu – wird Illusion,

(Hör ich da was von Inklusion?)

Wem der Gedanke unbequem,

weil wirklich nicht sehr angenehm,

Der lehnt zurück sich und entspannt sich,

Schiebt den Fall nach zwanzigzwanzig.

Doch seine Bio-Uhr sie tickt,

Ihm dies und jenes Wehwehchen schickt,

Und bald schon sieht auch er es ein:

Die  Uhr kennt kein Sankt Nimmerlein!

Lasst trotzdem uns den Mut bewahren

Und fröhlich unseren Achter fahren,

Noch sind wir ja ganz schön lebendig,

(Wenn auch nicht mehr wie einst so wendig)!

So schwebt von hinnen dann mein Kummer,

Bald umfängt mich tiefer Schlummer,

Und mit dem ersten Hahnenkräh

Ist alles Spintisiern passe!

 

PS.: Bedenke ich es recht,

Klingt „Zwanzigzwanzig“ gar nicht so schlecht!

Heinz, wir alle vermissen Dich sehr!

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