Das war Rudern gegen Krebs 2018

Vielen Unwetterwarnungen zum Trotz: Das Wetter hielt und schickte am Nachmittag auch die Sonne vorbei. Die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ startete am 10. Juni unter leicht windigen Bedingungen auf der Hamburger Außenalster.
Bericht: Avin Hell // Fotos: Jean-Marc Göttert; Teambilder: Wilbrand Grevemeyer

Wochen vor dem Start der Regatta, konnte man das emsige Treiben am Steg beobachten. Fremde Menschen suchten einen Trainer und ein Boot zum üben, andere gingen versiert zur Sache. Aus Hamburg und Umgebung hatten sich nach und nach eine beachtliche Zahl von Mannschaften gemeldet, und ließen sich von engagierten Vereinsmitgliedern in die Feinheiten des Ruderns einweisen.

Anfang Juni war es dann endlich so weit, das Wetter versprach Sonne und wenig Wind, die Helfer hatten alles auf dem Steg, auf der Terrasse und im angrenzenden Park aufgebaut, Grill und Hüpfburg standen, alle Boote waren vollzählig und fertig, die T-Shirts (dieses Jahr in leuchtenden Oranje-Farbe) gab es für die Helfer, Himmelblau für die Teilnehmer.

Unter der Schirmherrschaft von Andy Grote, Senator für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg, begann das große Rudern mit rund 54 Vierer-Mannschaften für einen guten Zweck.

Die Erlöse der Regatta kommen dem Sport- und Bewegungsprogramm im Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zugute. Ziel des geförderten Projekts ist es, die Lebensqualität von an Krebs erkrankten Patienten entscheidend zu verbessern.

Das Patentienrennen

Die Regatta begann gleich mit dem wichtigsten Highlight, dem Patientenrennen. Drei Hamburger Boote gingen an den Start, alle Patienten hatten zuvor beim mittlerweile seit einem Jahr angebotetenen ganzjährigen Rudertraining für Krebspatienten teilgenommen. Den Sieg trugen mit einer beachtlichen Leistung die „Alsterchaoten“ davon, knapp gefolgt von den „Schlawinern“. Die „Trave Nessie“ aus Lübeck belegte Platz 3, die „Happy“ Platz 4.

Das Schaurennen zum staunen

Ein weiteres Highlight des Tages war das Sonderrennen „Olympia-Sieger“ gegen die „Mediziner“. Nachdem im letzten Jahr die UCCH-Direktoren Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Prof. Dr. Andrea Morgner-Miehlke, Prof. Dr. Kai Rothkamm und Priv.-Doz. Dr. Alexander Stein sich gegen den zweifachen Olympia-Goldmedaillen-Gewinner Lauritz Schoof geschlagen geben mussten, konnten sie in diesem Jahr die Revanche für sich verbuchen.

Das lag aber auch daran, dass Lauritz in diesem Jahr mit einem schwerfälligen Trimmy startete. Trotzdem war es ein knappes Rennen, denn die Direktoren verhedderten sich kurz vor der Ziellinie und Lauritz damit Bug an Bug aufholen konnte. Am Ende fehlten wenige Zentimeter für den Olymioniken. Die stolzen Gewinner des UKE-Teams belegten im Einsteiger-Finale außerdem noch Platz 6 der Gesamtwertung.

Finale!

Bei den Einsteiger- und Expertenrennen konnten sich dieses Mal die Mannschaften „Ermel hoch“ (Einsteiger) und „Klabautermann“ (Experten) für Gold qualifizieren.

Bei den Experten noch dabei: Bauring Hochbau 77 aus Neuruppin, sowie die Mannschaft von Jens Beckmann und Steuerfrau Claudia „Öko Profit“.

„Rudern gegen Krebs“ wird von der Stiftung Leben mit Krebs in Kooperation mit dem Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg und der Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. ausgetragen.

Im kommenden Jahr findet die Regatta zum 10. Mal am 16. Juni 2019 statt.

Hier geht es zu allen Bildern des Tages

Hier zu allen Teambildern

Die Bilder der Sieger

RgK 2018

Die Regatta wurde eröffnet von (v.l.): UCCH-Direktor Prof. Carsten Bokemeyer, Olympia-Sportler Lauritz Schoof, Stiftungsvorstand Claus Feucht, HANSA-Vorsitzende Katharina von Kodolitsch, Staatsrat Christoph Holstein, Landesruderverband Werner Glowik.

RgK 2018

Glückliche Gesichter bei der Patientenehrung auf der Siegertreppe.

RgK 2018

Auf den letzten Metern muss Lauritz im schweren Trimmy ordentlich Gas geben. Das Direktorenboot kämpft mit den Skulls.

RgK 2018

Das Scharennen gewann in diesem Jahr das Direktorenboot ganz knapp vor Olympia-Goldmedaillist Lauritz Schoof (links).

RgK 2018

Die Experten oder Fortgeschrittenen freuen sich über ein gelungenes Finale.

Kurzvideo: 28 Sekunden kampf der Vierer kurz vor der Ziellinie

 

 

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