Matjes-Regatta 2020

Ein Bericht zur beliebten Regatta an der Bille, der in diesem Jahr corona-bedingt etwas anders ausfallen musste.


Text und Bilder: Ulrike Rosenberg

Von vorn: Ulrike, Brigitte, Marius, Michael, nicht im Bild Steuerfrau Claudia.

Der Biller RV ist jedes Jahr der Veranstalter der so beliebten Matjes-Regatta, einem Gig-Boot-Rennen mit einem Rundkurs von gut vier Kilometer um die Billhuder Insel. Eine Regatta Mitte Oktober bei meist bestem Wetter, mit vielen Zuschauern, tollen Gesprächen und ganz viel Kuchen, Fisch, Bier und Tanz. Das Besondere, die Geselligkeit! Und das musste in diesem Jahr leider ausfallen.

Lange hat der Veranstalter, der Biller RV, überlegt, ob er die Regatta überhaupt stattfinden lassen kann. Die Anfragen waren aber so groß, dass der Biller RV sehr engagiert und trotz der vielen Auflagen die Regatta stattfinden lassen hat. Toll! Für einige Ruderer der HANSA Motivation genug, um zu melden. An den Start gingen je ein Frauen-, ein Männer- und ein Mixed-Boot der RG Hansa sowie ein Mixed-Boot in Renngemeinschaft mit Susanne und Volker.

Wie in jedem Jahr kam die Frage auf, wie viele Boote werden benötigt und wie kommen die zur Bille? Dabei zeigte sich Michaela mit ihrem Frauen-Team um Sandra, Mareke und Christiane in diesem Jahr sehr engagiert und trommelte ihre Frauen und den „Hahn im Korb“, Steuermann Frank, den Freitag zuvor noch vor sechs Uhr auf den Steg der Hansa.

Gut gerüstet mit Licht, Pütz und Peekhaken ging es dann bei Dunkelheit über die Alster zur Rathausschleuse, zur Schaartorschleuse, auf dem Zollkanal und durch die Brandshofer Schleuse in die Bille. Gute Stimmung, schöne Blicke und ein kleiner Sonnenaufgang waren die morgendliche Belohnung. Der Tag der Regatta war gekommen, 10.10.2020, fast 50 Boote gingen über die Strecke, immer in einem vorgegebenen Zeitfenster mit anschließender Desinfektion der „Rudergriffe“.

Entlang der Kleingärten, Industrie und dem anderen Biller Ruderverein mit Anfeuerung der vorbei rudernden Boote. Fast jeder von uns kennt die Strecke und weiß immer, was noch vor einem liegt. Egal, alles geben ist das Motto und möglichst noch ein Boot jagen oder überholen, so macht es am meisten Spaß. Wir, das Mixed Boot hatten den Titel vom letzten Jahr zu verteidigen, diesmal allerdings in einer anderen Besetzung. Marius unser Neumitglied aus Berlin, Brigitte, Michael, Ulrike und Steuerfrau Claudia, wie gewohnt, mit ordentlich hoher Schlagzahl ging es über die Strecke, Marius war ganz schön fertig.

Geschafft! In 16,42 Minuten waren wir durch, der Pokal ging wieder an uns!

Übrigens, das war insgesamt die viertschnellste Zeit des Tages!

Zum Zweiten Mal in Folge ging der Pokal wieder an die HANSA.

Passend waren die Zeitabstände, jede Mannschaft hatte noch genügend Zeit zum Boot einstellen und warm rudern.
Als letzte Mannschaft ging das Männerteam mit Sönke, Adrian, Jean-Marc und Horst auf die Strecke und die mussten sich noch einmal mehr beeilen. Kurz entschlossen wollten sie noch am gleichen Tag das Boot zurück in die Alster rudern und mussten zur vollen Stunde die Schleuse Tiefstack erreichen! Sie haben es pünktlich geschafft.

Ein schöner Tag für alle, der ein oder andere kam dann doch noch vorbei um von der Brücke aus die Teams anzufeuern oder auf einen  kleinen Klönschnack, mit Abstand natürlich. Nun hoffen wir wieder auf eine richtige Matjesregatta mit viel Fisch, Pellkartoffeln, Hausfrauensoße und Bier in 2021.

Die Rücktour: Horst blickt prüfend zum Himmel, wann das Gewitter uns wohl einholt? Schleusenzeiten und Tidenhub wurden geschafft, Boot und Mannschaft kamen heil zurück.

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