Women’s Eight Head of the River Race in London mit Hamburger Beteiligung
Ein Freundschaftsprojekt: Ruderinnen aus Hamburg und Minden verbringen beim Londoner Women’s Eight Race ein gelungenes Wochenende auf der Themse.
Text / Fotos: Charlotte Götting
Am vergangenen Wochenende ging es für eine bunt gemischte Crew aus ehemaligen und aktiven Ruderinnen beim traditionsreichen Women’s Eight Head of the River Race in London an den Start. Mit dabei waren auch Ruderinnen aus Hamburg bzw. der Ruder-Gesellschaft HANSA.
Die Mannschaft, bestehend aus Freundinnen aus Hamburg und Minden, konnte sich in einem starken internationalen Feld behaupten: Als zweitschnellstes Boot in der Kategorie „Overseas“ und mit einem respektablen 140. Platz bei 350 Booten in der Gesamtwertung blickt das Team auf ein gelungenes Rennen zurück.
Die Bedingungen auf der Themse waren eher untypisch für das Frühjahr in London – strahlender Sonnenschein bei gleichzeitig kühlen Temperaturen und viel Wind. Trotz der frischen Luft war die Stimmung hervorragend, und die Freude am gemeinsamen Rudern stand klar im Mittelpunkt.
Vorbereitet hatte sich die Crew mit Trainingswochenenden seit dem Herbst in Hamburg und Minden. Ursprünglich waren zwar mehr Wochenenden geplant, aber die zugefrorenen Gewässer am Jahresanfang machten mehr gemeinsames Training leider nicht möglich. Zudem ging das Team bereits beim Fari Cup in ähnlicher Besetzung an den Start, was eine wichtige Grundlage für die Abstimmung im Boot bildete.
Besonders bemerkenswert: Ein Großteil der Mannschaft rudert inzwischen nicht mehr aktiv. Die Mitglieder der neu gegründeten Mannschaft leben überall in Deutschland verteilt– von Berlin über Hamburg und München bis nach Düsseldorf und Heilbronn. Umso schöner war es, für dieses Projekt zusammenzukommen und gemeinsam ins Boot zu steigen.
Die Idee für die Teilnahme entstand im vergangenen Jahr: Janna Brüggemann, ehemalige Schlagfrau des Hamburger Alstersprinters, war 2025 in London vor Ort, um ihren Mindener Freund beim Männerrennen zu unterstützen. Gemeinsam mit weiteren ehemaligen Mindener Ruderinnen, die ebenfalls das Männerboot begleiteten, entstand die spontane Idee, im darauffolgenden Jahr selbst beim Frauenrennen anzutreten.
Gesagt, getan: Janna kontaktierte daraufhin ehemalige Teamkolleginnen aus Hamburg – und schnell war klar, dass auch diese sich für dieses besondere Projekt begeistern können. Das Boot sowie Boottransport wurde dabei großzügigerweise von Alexander Pischke vom Bessel-Ruder-Club Minden gestellt und organisiert.
Das Ergebnis ist nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern vor allem ein schönes Beispiel dafür, wie der Rudersport Menschen auch über Jahre und Entfernungen hinweg verbindet. Ein Wochenende, das allen Beteiligten über das Rudern hinaus sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Mannschaft nach dem Rennen (von rechts nach links): Pia Groß (DHuGRC), Janna Brüggemann (Bessel RC), Charlotte Götting (RG Hansa), Anna-Maria Brendel (Bessel RC), Kim-Alina Espey (DHuGRC), Steuerfrau Elisa Träger (DHuGRC), Tessa Gerstmeyer (Bessel RC), Antonia Sachtleben (Bessel RC) und Loretta Brückner (Bessel RC).


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