Wanderfahrt zum Tag der Deutschen Einheit

Gruppenbild mit Michaela, Jakob, Jaqueline, Elmar, Ulrike und ihrer Mutter, Claudia, Christiane, Frank und Ulrike


Nun schon traditionell geht es über den Tag der Deutschen Einheit auf Wanderfahrt.
Dieses Mal auf  Werra und Weser.

Ein Bericht von Jakob Wendel

Nach drei Stunden Fahrt erreicht die kleine Rudertruppe mit Michaela, Jakob, Jaqueline, Elmar, Ulrike und ihrer Mutter, Claudia, Christiane, Frank sowie Ulrike den Startpunkt Eschwege. Wir werden herzlich empfangen im Elternhaus einer Teilnehmerin. Nach einem feuchtfröhlichen ersten Abend werden am Morgen des Einheitsfeiertags die Boote aufgeriggert.

Die Werra ist just in der Nacht auf den 3. Oktober auf fahrbare Wassertiefe angeschwollen, nachdem sie seit Juni nur noch einem Rinnsal glich. Schroffe Gebirgspanoramen wechseln sich mit herrlichen Wäldern und einer Reihe von Fachwerkstädten ab. Die Eschweger Schleuse wird zu einer Herausforderung für uns. Die Besatzungen der „Loire“ und „Trave“ müssen die Anlage ohne jede Anleitung selbst bedienen.

Warten auf die Schleusung auf der Werra bei Eschwege

Reißender Fluss

Ab Eschwege wird aus der Werra ein reißender Wildwasserfluss, die Steuerleute stehen unter höchster Anspannung. Höhepunkt ist eine europaweit einmalige Schöpfbuhne. Diese ist eine Art Bypass der in einem engen Wasserstrahl an dem Wehr vorbeiführt. Wir müssen in einem reißenden Strom zwei Kilometer durchstehen, jeder Fehler wäre fatal. Für alle ein einzigartiges Erlebnis. Aufgrund unseres ausgiebigen Frühstücks geraten wir auf den letzten zehn Kilometern in die Dunkelheit, leider zum Schaden des niedersächsischen Angelsports. Wir nehmen drei bis vier Angelhaken samt Vorfach mit. Die Drei-Flüsse-Stadt Hannoversch Münden lernen wir leider nur im Dunkeln kennen, alle wollen endlich in die Unterkunft. Zur Belohnung gibt es nachher Pizza satt.

Auf der Weser bei Bad Karlshafen

Der Freitag fordert von uns satte 35 Kilometer, allerdings haben wir eine starke Strömung. Es regnet allerdings in Strömen, so verbringen wir mehrere Stunden in einer Klosterschenke. Nachher geht es weiter, und der schieren Kraft eines der Teilnehmer ist das Stemmbrett nicht gewachsen und bricht.  Egal, erst einmal improvisieren, das Tagesziel ist nicht mehr weit.

Saunagang zwischendurch

In Bad Karlshafen verbringen wir Nachmittag und Abend in der Therme mit 25 Saunen. Alle sind blendend gelaunt. Zum allgemeinen Erstaunen finden sich unter uns zwei versierte Handwerkerinnen, die das Stemmbrett exzellent wieder herrichten.

Auf der Werra mit Elmar, Ulrike und Claudia

Die Sicht auf die alte Hugenottenstadt Bad Karlshafen verschwindet bald in unserem Kielwasser. Die Weser packt wieder zu und trägt uns mit Höchstgeschwindigkeit durch das Wesersandsteingebirge. Es folgen zwei herrliche Tage auf der Weser mit Sonnenschein und Genussrudern. Die Kombination von starker Strömung mit dem imposanten Sandsteingebirge als Kulisse ist uns eine wahre Freude. In Bodenwerder empfängt uns der Ruderclub mit einem Festschmaus, extra für uns angerichtet. Jenseits der Flussufer lernen wir ein Stück Deutschland kennen, das sich abseits der urbanen Ballungsgebiete mit idyllischen Fachwerkhäuschen und Ritterburgen in die Gebirgslandschaft schmiegt.

Auf der Weser bei Holzminden

Zurück nach Hamburg

Nach vier Rudertagen ist unsere rauschende Fahrt durchs Gebirge auch schon vorbei. In der Nähe von Hannover laden wir die Boote auf und sind zwei Stunden später wieder in Hamburg.

Schön war’s! Die Tour bleibt allen Teilnehmern sicher in guter Erinnerung. Die Gruppe war nett und nicht zu groß, die Etappen nicht zu lang und die Unterkünfte recht komfortabel. Und mit 150 Euro pro Nase bei vier Übernachtungen war die Tour außerdem unschlagbar günstig. Boote, Hänger und den Clubbus gab es von der HANSA (der Trainer hat sogar für uns aufgeladen, dafür ein Dank an Stephan Froelke).

1 Kommentar zu "Wanderfahrt zum Tag der Deutschen Einheit"

  • Frank Schmidt
    13. November 2019 (16:57)
    Antwort

    Zu beachten ist das Elmar konsequent im ‚kurzem‚ Dress rudert! An dieser Stelle noch einmal meine Hochachtung.
    LG Frank


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