Sommer in Finnland

Wie schon in den letzten drei Jahren ging es für die HANSA-Jugendgruppe in den Sommerferien in gemeinsamer Organisation mit dem Ruderverein an den Teichwiesen auf Wanderfahrt. Ziel in diesem Jahr war der Saimaa-See im Südosten Finnlands.

Text: Pauline Schießwohl / Fotos: RG HANSA


Nach einer langen Planungsphase ging es am 25. Juli endlich los! 40 Jugendliche und zehn Betreuer beider Vereine trafen sich mittags am RVT, um die beiden Anhänger mit insgesamt neun Booten zu verladen. Um 20:30 Uhr hieß es dann Abschied nehmen. Auf ging es zum Fährterminal nach Travemünde. Nachdem die drei Busse mit den Anhängern auf die Fähre gefahren waren, und wir Kinder mit dem Shuttlebus auf der Finnstar eintrafen, war an Schlafen noch nicht zu denken. Einige von uns wollten sich die Abfahrt um 2:00 Uhr nachts nicht entgehen lassen, und trieben sich noch einige Zeit auf dem Oberdeck herum. Der Seetag verlief relativ unspektakulär, einige Kinder lieferten sich ein Duell mit den Betreuern im Bällebad, andere ließen es ruhiger angehen und schauten Fernsehen in der Kabine. Und so waren alle froh, am darauffolgenden Tag um 15:00 Uhr wieder festes Land zu betreten, und nach der 32-stündigen Fährfahrt in Helsinki anzukommen.

Weiter ging es mit den Bussen und der Bahn bis nach Savonlinna (300 Kilometer entfernt von Helsinki), wo wir die erste Nacht in Finnland auf einem Campingplatz verbrachten.

Am nächsten Tag gab es zum Frühstück Porridge mit Trockenobst, Kakaopulver und Apfelmus, was sich, wie sich die nächsten Tage herausstellte, für die zwei Wochen Reise nicht ändern sollte 😉

Anschließend wurden die Zelte abgebaut, und die 20 Kilometer-Etappe zur ersten Insel startete mit ordentlich Schiebewind. An der Insel angekommen gingen wir baden oder angeln, und bauten unsere Zelte auf. Zum Erstaunen aller wurden direkt einige Hechte und Barsche gefangen, welche im Anschluss am Lagerfeuer zubereitet wurden. Außerdem durften wir jeden Abend entweder Marshmallows oder Stockbrot grillen.

Der Ablauf der nächsten Tage ähnelte dem ersten, nach einem leckeren Frühstück ruderten wir etwa 10 bis 15 Kilometer zur nächsten Insel, auf der wir direkt unsere Zelte aufbauten. Während der Etappe machten wir fast immer eine Pause auf einer anderen Insel, dort gab es dann Knäckebrot mit Butter und Käse, sowie Kekse oder Gummibärchen zum Nachtisch.

Trotz ähnlichem Tagesablauf wurde uns nicht langweilig, denn jeden Tag passierte etwas Neues. An einem Tag wurde ein Hochofen gebaut, in dem wir mit den Betreuern Brot backten, außerdem bauten wir ein Segel, und Steven und Kurt hatten für die Betreuer eine Holzplattform gebaut, auf der sie eine Nacht schliefen. Nach dem Rudertag gingen wir immer schwimmen, an einer Insel konnten wir sogar Klippenspringen, sicherlich ein Highlight der gesamten Fahrt.

So verging die Zeit wie im Flug und unsere Fahrt näherte sich dem Ende zu. Da der Gegenwind am Ende der Reise zu stark war, mussten wir unsere letzte Etappe leider verkürzen und ruderten so nur bis Oravi, der Rest der Strecke zurück nach Savonlinna wurde von den Betreuern mit den drei Bussen geshuttelt. Am nächsten Morgen ging es wieder mit Bus und Bahn zurück nach Helsinki, wo wir unsere letzte Nacht auf dem Campingplatz verbrachten. Nach einer langen Fahrt und einer leckeren Bolognese gingen alle schlafen, da wir am nächsten Tag schon um 6:00 Uhr aufstanden, um uns in Kleingruppen Helsinki anschauen zu können, bevor es um 12:30 Uhr zurück auf die Finnstar ging.

Die Rückfahrt auf der Fähre verlief sehr ruhig, und die meisten von uns schliefen viel in ihren Kabinen. In Travemünde angekommen, erwarteten uns schon die Eltern und es ging zurück nach Hamburg. Wir verabschiedeten uns von den Betreuern und trafen uns am nächsten Tag zum Abladen und Booteputzen beim RVT.

Damit endete unsere Reise, bei der wir weiter zusammengewachsen sind und Neues entdecken konnten. Wir werden sicher die Abende am Lagerfeuer vermissen, bei denen wir uns Geschichten erzählten und viel gemeinsam gelacht haben. Danke für die Organisation an das Betreuer-Team, wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr und die Jugendwanderfahrt in Schweden.

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