Ins Finale gesegelt!

Der Deutsche Doppelzweier entwickelt sich überraschend gut. Mit einer guten Leistung konnten HANSA-Athlet Tim Ole Naske und sein Partner Stephan Krüger ( Frankfurter RG Germania) im Halbfinale überzeugen und kamen souverän hinter den Iren ins Ziel. Sie sind damit morgen fürs Finale gesetzt. Bereits gestern hatten sie als zeitschnellste die Time-Trials absolviert.

Bericht: Jean-Marc Göttert; rudern.de (Judith Garbe) // Fotos: Detlev Seyb / Yannick Schurwanz


Gespannt schaut die Ruderwelt nach Rotterdam, wo an diesem Wochenende der letzte Weltcup der Saison in den Niederlanden stattfindet. Mit 77 Athleten reiste der Deutsche Ruderverband mit einem recht großen Aufgebot in die Hafenstadt.

Der Weltcup ist die letzte Station vor der Weltmeisterschaft und der damit verbundenen Olympiaqualifikation für Tokio 2020 in Linz (Österreich) Ende August.

Sturm und Wind als Gegner

Das Wetter hat den ersten Wettkampftag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Starker Regen, zum Teil Gewitter und böiger Wind sorgten dafür, dass der Rennstart mehrfach verschoben wurde.

Um einen annährend fairen Wettkampf überhaupt gewährleisten zu können, entschied die Jury, die Vorläufe als Time Trials starten zu lassen. Dieses Format wurde zuletzt im vergangenen Jahr beim Weltcup in Linz getestet.

Statt gegen die Konkurrenz, ruderten die Athleten allein gegen die Uhr. Zudem wurden die Testrennen sowie die für den Nachmittag angesetzten Viertelfinals und Hoffnungsläufe ganz gestrichen. Nach langem hin und her fiel der erste Startschuss spät, erst um 14.30 Uhr. Etwa alle 30 Sekunden ging dann ein Boot ins Rennen. Für einige Aktive wurde aufgrund dieser Änderung schon heute der Traum von einer guten Platzierung zunichte gemacht.

Wind spielt Zeidler und Riemekasten übel mit

Das galt insbesondere für die beiden Einer-Fahrer Oliver Zeidler (Donau-Ruder-Club Ingolstadt) und Stephan Riemekasten (Der Hamburger und Germania RC). Wie bei den Frauen wurde das Viertelfinale gestrichen. Zudem konnten sich nur die jeweils Erstplatzierten des Vorlaufes sowie die insgesamt sechs Zeitschnellsten aller Rennen für das Halbfinale qualifizieren. Mit 7.29 Min – allein die Zeit zeigt schon wie stark der Wind war – fehlten Zeidler am Ende etwas überraschend fünf Sekunden fürs Weiterkommen. Auch Stephan Riemekasten, der nur 30 Sekunden hinter Zeidler ins Rennen ging, hat als Dritter seines Vorlaufs die nächste Runde verpasst.

Hier hat der Wind den beiden keine Chamnce gelassen, schaut man sich die Zeiten der anderen Vorläufe an. Für die zwei bleibt nur das C-Finale.

Naske und Krüger gewinnen Time-Trial

Als Zeitschnellste ihres Time-Trials haben sich TOle und Stephan Krüger (RG Hansa Hamburg/Frankfurter RG Germania) für die Runde der letzten 12 qualifiziert. „Das war ein bisschen wie beim BW – 3.000 m, nur ohne Wende“, sagte TOle.

Im Halbfinale war die Konkurrenz mit dem irischen und rumänischen Teams stark. Mit einem guten zweiten Platz (06:36.17) kam der deutsche Doppelzweier ins Ziel und ist damit morgen fürs Finale qualifiziert.

Morgen geht es um 12:06 hier in einer Live-Übertragung weiter:

WM in Rotterdam: Mit 77 Athleten reiste der DRV in die Niederlande.

Gut eingespieltes Duo: So langsam zeigt sich, was Tole und Stephan drauf haben. Vor allem kräftemässig hat der Doppelzweier deutlich zugelegt.

WM in Rotterdam

Tole schaut sorgenvoll zum Himmel. In Rotterdam braute sich schon am ersten Tag etwas zusammen.

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