Henrik holt Bronze im Doppelvierer

Der Deutsche Ruderverband verabschiedet sich mit insgesamt fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen von der U23-Weltmeisterschaft in Poznan. Zwei Siege gab es noch in den B-Finals. Henrik holt mit dem Doppelvierer die Bronzemedaille. Leonie Bergé rudert im Vierer ohne auf Platz 11.
Fotos: DRV/ Detlev Seyb (meinruderbild.de); Text: rudern.de

In den vergangenen Wochen haben sich die Athletinnen und Athleten mit ihren jeweiligen Trainern in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung in Ratzeburg den letzten Feinschliff für den Saisonhöhepunkt geholt. „Alle Mannschaften haben gut und sehr motiviert gearbeitet und es gab in allen Bootsklassen gute Entwicklungen“, sagte Bundestrainerin Brigitte Bielig. „Obwohl es in der zweiten Woche durch Erkältungskrankheiten auch zu einigen Trainingsausfällen kam.“

Mit insgesamt 75 Athleten reiste die U23-Mannschaft nach Poznan (Polen), zur diesjährigen Weltmeisterschaft. Vom 25. bis 29 Juli kämpfen 900 Athleten aus 55 Nationen auf dem Maltasee um Medaillen und Siege.

Männer-Doppelvierer sicher im Endlauf

Noch gestern konnte sich Henrik und seine Teamkollegen im Männer-Doppelvierer mit Anton Finger (Berliner Ruder-Club e.V.), Steven Hacker (Dresdner Ruder-Club 1902 e.V.), Johannes Lotz (Hanauer Rudergesellschaft 1879 e.V.) als letztes deutsches Boot für das Finale qualifizieren. Das deutsche Quartett positionierte sich vom Start weg auf einem sicheren zweiten Rang und gab diesen bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit knapp zwei Sekunden Rückstand auf die siegreichen Briten und mehr als drei Sekunden Vorsprung auf die Drittplatzierten aus der Ukraine standen sie im A-Finale.

Am letzten Finaltag zeigte sich das Wetter  am Maltasee anfangs leicht bewölkt, aber pünktlich zu den A-Finals kam dann die Sonne raus. Ein kräftiger Schiebewind sorgte vor allem auf den letzten Meter für ordentlich Wellen. Für einen erfolgreichen Auftakt sorgte Vera Spanke (Neusser Ruderverein e.V.) im ersten Final des heutigen Tages. Sie holte mit einem starken Finish verdient Silber. Auch Pia Greiten (Osnabrücker Ruder-Verein e.V.) und die zwei Jahre jüngere Leonie Menzel (Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V.) ruderten ein spannendes Rennen und holten ebenfalls Silber.

Männer-Vierer ohne Steuermann rudert auf Rang fünf

Im dritten Finale fand der Männer-Vierer mit Marc Kammann (Der Hamburger und Germania Ruder Club e.V.), Paul Seiters (Osnabrücker Ruder-Verein e.V.), Marcel Teckemeyer (Osnabrücker Ruder-Verein e.V.) und Friedrich Dunkel (Alster-Ruderverein Hanseat von 1925 e.V.) leider nicht optimal ins Rennen. Das Quartett beendet die WM als guter Fünfter.

Die dritte deutsche Medaille holten Sophia Krause (Limburger Club für Wassersport von 1895/1907 e.V.) und Katrin Volk (Ruderclub Undine e.V. Radolfzell) im leichten Frauen-Doppelzweier.

Henrik im Doppelvierer holt Bronze

Keine 15 Minuten holte der Männer-Doppelvierer mit Anton Finger (Berliner Ruder-Club e.V.), Steven Hacker (Dresdner Ruder-Club 1902 e.V.), Johannes Lotz (Hanauer Rudergesellschaft 1879 e.V.) und Henrik Runge (Ruder-Gesellschaft Hansa e.V.) in einem spannenden Rennen die Bronze-Medaille. Nach dem Start noch auf Platz vier liegend, arbeitete sich das Quartett auf den zweiten 500 Meter auf den dritten Rang vor. An der Spitze waren bereits die Briten enteilt, dahinter folgten die Italiener.

Auf der letzten Teilstrecke versuchten die Ungarn auf der Außenbahn die Bronzemedaille noch einmal anzugreifen. Aber die Jungs von Trainer Alexander Schmidt behielten die Nerven und überquerten mit einer halben Bootslänge vor den Ungarn als Dritte die Ziellinie. „Wir haben uns hart über die Wellen gekämpft und Bronze gewonnen. Eine Medaillen hatten wir uns auch vorgenommen“, so Anton Finger nach dem Rennen. Seit 2014 ist das die erste deutsche Medaille in dieser Bootsklasse.

Und zu guter Letzt ruderte Leonie Bergé (RG HANSA) im Vierer ohne auf Platz 11.

Leichter Männer-Doppelzweier wird Dritter

Julian Schneider (Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869 e.V.) und Jonathan Schreiber (Ruderverein Erlangen e.V. 1911) gewinnen ebenfalls Bronze.

Henrik Runge WM in Poznan

Trainingsvorbereitung: Henrik als Skullträger auf der U23-WM in Poznan 2018.

WM in Poznan

Auf der imposanten WM-Anlage in Poznan liegt Abends eine idyllische Ruhe.

WM in Poznan

Gruß an die HANSA: Basty trifft Henrik hinter den Kulissen. Danke an Brigitte für das Foto.

 

Marc Weber wird Vize-Weltmeister im Einer

In einem taktisch sehr guten Rennen hat sich Marc Weber (Gießener Ruderclub Hassia 1906 e.V.) verdient zum Vize-Weltmeister gekrönt. Wie schon im Halbfinale startete der Gießener schnell und  ordnete sich hinter dem Titelverteidiger Trevor Jones ein. Am Ende fehlte nicht einmal eine Bootslänge zu Gold.

Der Frauen-Vierer ohne Steuerfrau fährt als WM-Elfter nach Hause. Lena Osterkamp (Deutscher Ruder-Club von 1884 e.V.), Janka Kirstein (Hannoverscher Ruder-Club von 1880 e.V.), Leonié Berge (Ruder-Gesellschaft Hansa e.V.) und Marieluise Witting (Ratzeburger Ruderclub e.V.) verloren bereits auf den ersten 500 m fast fünf Sekunden auf die späteren Siegerinnen aus Dänemark. Im weiteren Rennverlauf mussten sie die Konkurrenz weiter ziehen lassen, mehr als Platz fünf war heute nicht drin.

Bundestrainerin Brigitte Bielig ist soweit zufrieden mit den Leistungen. „Ich denke, es war ein versöhnlicher Abschluss mit den sieben Medaillen. Es ist etwas bedauerlich, dass kein Sieger dabei ist, aber die Sportler haben gefighted und ihr Bestes gegeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist es auf jeden Fall eine Steigerung und wir hoffen, im nächsten Jahr ein paar Goldmedaillen holen zu können.“

 

 

 

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