Eurega XXXIV
Text / Foto: Kersin Lindae
Die Eurega XXXIV mit dem Motto „Nix wie Rhein“ nach 100 km Rudern könnte man schnell zusammenfassen unter „ein bisschen bekloppt muss man schon sein“ oder:
„Schön war’s.“, „Ich kann meinen Hintern nicht mehr spüren.“, „Du musst leicht in den Schmerz reingehen.“, „Nächstes Jahr wieder.“
Etwas ausführlicher: Im Januar stand die Mannschaft fest: Adrian Metzner, Antonia Harmel, Susanne Werr, Kerstin Lindae und Alain Gómez von den Wikingern. Jetzt begann der wichtige Prozess der Teamnamenfindung. Gemeldet waren wir unter Alsterperlen & Elbschaukler. Gemeinsam wurden Trainingskilometer auf der Alster und Elbe gerudert mit dem Fazit, Boot läuft, Stimmung ist prima und so stand einem fröhlichen und sportlich interessantem Wochenende nichts mehr entgegen. Daher groovte sich die Mannschaft schonmal beim Tanz in der Mai in der Hansa ein und nach einem Mannschaftsfrühstück fuhren wir am 1.5. nach St. Goarshausen. Ruderfreunde aus Wilhelmsburg haben unser Boot getrailert. Herzlichen Dank dafür. Im Loreleyhafen wurde dann Freitagabend das Boot geriggert, abgeklebt und die Futterbox montiert, bevor sich alle Mannschaften zum gemeinsamen Nudelessen, beschnuppern und Obleute Besprechung getroffen haben.Ein besonders herzliches Hallo bekamen wir von unseren Bonner Euregafreunden des Vertrauens Annalena, Paula und Ramin.
Mit einem weiteren Mannschaftsfrühstück startete de Regattatag. Da das Boote-zu-Wasser-lassen ein wenig einem Kunststück gleicht, und nur Boot für Boot vollzogen werden kann, gab es eine feste Reihenfolge – wir waren 8.05 Uhr dran. Vorher wurden aber noch die EEZ (effiziente Energiezufuhr) an der Bootswand befestigt, Fotos mit den anderen Hamburgern geschossen und Glitzer aufgelegt. Wer sich fragt, wozu das denn? Hebt die Stimmung, besonders ab Kilometer 55.
Ab 9 Uhr wurden die 19 Gig Vierer im 30 Sekundentakt gestartet. Das erste mal komplett nass durch eine größere Heckwelle waren wir nach ca. 12 km – was für eine Erfrischung. Die Sonne hat uns schnell wieder getrocknet, so dass wir für die nächste Rheinwaschung bereit waren. Immer wieder spannend ist es, wie schnell über die Bordwand die Steuerperson gewechselt werden kann (aber nicht muss) – wir können beides. In Neuwied wurden dann die Boote, die die 45 km-Strecke fahren gestartet, die ehrfürchtig jedes 100K-Boot begrüßten.
Wer schon mal versucht hat mitten in der Strömung zu wenden und anzulanden, weiß dass es eine nicht ganz einfache Steuerleistung ist: Backbord stoppen, Wende über Back und ohne Kraft im Strom abwarten – hervorragend umgesetzt von unserer Zielstreckensteuerfrau Antonia und der Mannschaft. Andererseits können sonst schnell noch ein paar ungewollte Kilometer gegen Strom dazukommen. Ingo hat uns am Steg direkt mit nem Kranz begrüßt – den hatten wir jetzt aber auch verdient. Und dann: na Boot hoch schleppen, anstoßen, k.o. und glücklich sein, abriggern, verladen, duschen und ab zu Siegerehrung und Party.
Paulas (Eurega- Orgateam) Frage: „wo sind meine Hamburger?“ folgten wir gerne und nahmen den wertvollsten Preis des Abends entgegen – zwei Fässer Kölsch, für den Verein mit der längsten Anreise. Und dann haben wir die Tanzfläche gerockt – Tradition ist Tradition und das Laktat muss raus. 23 Uhr verfolgten wir mit den anderen Ruder:innen den „emotionalen Höhepunkt“ Rhein in Flammen – eine Drohnen- und Feuerwerksshow über dem Rhein, begleitet von entspannten Gesprächen, lustigen Kommentaren und viel Gelächter. Irgendwann haben wir es auch ins Bett geschafft, bei den meisten sahen die Bewegungen robbenelegant aus.
Fazit: nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei, auch DJ Blumentopf hat schon zugesagt.
Ein ganz großes Dankeschön an das gesamte Eurega-Orgateam für eure gute Laune, Support, eine wundervolle Veranstaltung und die besonders schönen „Nix wie Rhein-Shirts“.
Die Idee für die Rückfahrt nach Hamburg Rollsitze ins Auto zu montieren, wurde aus Nachhaltigkeitsgründen wieder verworfen, oder so.


arthur heyne
11. Mai 2026 (8:57)
guten tag, oder moin-moin.
danke für den sehr informativen bericht, zur stimmung und den technischen tricks, z.b. futterbox.
gibt’s noch mehr davon? z.b. welche kissen auf dem rollsitz sind die besten, handschuhe? eincremen wohin, details zum steuermann-frau wechsel, bordwand seitlich oder mitten durch?