Anrudern in Berlin 2026
„Nu aba ran an de Buletten!“ …Berlin wir kommen
Text: Birgit Dreyer, Jana Fahrig & Tina Wendel
So, jetzt erzählen mal die Neuen (Ruderanfängerinnen Tina, Jana und Birgit) etwas zum Euch allen Bekannten!
Anrudern in Berlin – klar kommen wir da mit, waren wir uns einig. So ein Einstieg in die Wanderruder-Welt, bevor man sich später mal auf eine längere Tour einlässt. Ein „Testlauf“, der wirklich empfehlenswert ist, denn hinterher weiß man viel mehr über sich – unter anderem, ob man 10-Bett-Zimmer-geeignet ist (oder nicht).
Zunächst, aber wäre da mal das Fach-Vokabular: Pütz, Peekhaken – nie gehört, was sollen wir damit? Abgesehen davon, dass sich mit dem Peekhaken einige Beachtung auf den Bahnsteigen bei der Anreise erzielen ließ und völlig neue Funktionsfelder erschlossen wurden, hatten wir am Ende so viele Geschichten zum Thema „Pütz“ gehört, einige Einsatzvarianten versuchen wir schnell wieder zu vergessen. Nur der Nutzen des Peekhakens hat uns bei den An- und Ablegemanövern überzeugt.
Bestens vorbereitet von Organisatorin Anja Haegele, machten wir uns am Freitagnachmittag mit Bahn und Tram auf nach Berlin, Endstation Köpenick „Pro Sport 24“. Dessen Vereinsrituale (Frühstück acht Uhr, aber nur nach dem Glockenläuten, Bar-Nutzung, Putzerwartungen, etc.) hatten wir schnell drauf – ebenso die verwirrende Wegführung im Gebäude.
Überrascht hat uns dann allerdings, dass wir spät abends (nach unserem gemeinsamen Pizza-Mahl) vor dem großen Gebäude standen und erst einmal nicht wussten, wie wir hinkommen sollten: An allen Türen wurde gerüttelt, jegliche Klingel betätigt – nichts half. Fazit: Wir brauchen einen Schlüssel.
So, jetzt aber mal zu unseren beiden Touren auf den Berliner Gewässern: „Moin“ freut sich auf „Tachchen“:
Von Pro Sport ruderten wir am Samstag pünktlich um neun Uhr los, glitten über den spiegelglatten Müggelsee zum ersten Etappenziel, dem „Ruder-Club Rahndsdorf“: Stärkung mit Würstchen vom Grill, Getränken oder Speed-Nickerchen. Tipp: Die Fuchs-Geschichte bei uns Teilnehmern direkt erfragen.
Weiter ging es in den „Gosener Graben“: Ein großartiges Naturerlebnis. Und dann zum „Eisenbahn-Sportverein Schmöckwitz“. Hier kannten gefühlt alle Hamburger alle anderen Ruderer. Nur wir kannten niemanden – sind ja schließlich auch neu dabei! Kulinarisches Highlight war übrigens der selbstgemachte Kartoffelsalat.
Und dann hieß es ab zur Party: Über die alte Olympia-Regattastrecke zum „Ruder-Club Turbine Grünau“. Let’s dance und Erfahrung sammeln wie andere es mit einigen Promillchen dann doch noch ins Ruderboot schaffen…
Wieder nüchtern, ging es Sonntag auf der Treptower Spree vorbei an alten Fabrikgebäuden und neu gebauten Wohnsiedlungen. Spontaner, kurzer Stopp bei der „Treptower Rudergemeinschaft“: Besichtigung dieses tollen historischen Baus, bevor wir zur Oberbaumbrücke weiterruderten. Dort haben wir dann eine uns bisher vollkommen unbekannte Touristenattraktion kennengelernt: Sogenannte HotTube-Floße, schwimmende Whirlpools, inklusive leichtbekleideter Badenixen. Vielleicht auch etwas für den HANSA-Fuhrpark?
Durch die Beine des „Molecule Man“ wurde weiter zur Currywurst mit Pommes gerudert und anschließend ging es leider schon wieder zurück nach Köpenick. Aber auch diese letzten Kilometer haben wir genossen – und bezeichnen uns jetzt schon mal als kleine Routiniers.
Unser ganz persönliches berlinerisches Fazit: Allet palleti – da kannste nich meckern!


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