Wir waren dabei am Head of the Charles Regatta

Es ist ein kleine Weile her, dennoch zeigt dieser Bericht, dass die HANSA auch in fernen Boston eine gute Figur abgibt. Neben einigen Frauen aus dem RBL-Team, nahmen auch TOle und Simon Klose an der berühmten Head of the Charles in Boston teil.

Der Bericht von Gesa Lindenau.

Am 21. und 22. Oktober fand in Boston die Head of the Charles Regatta (HOCR) statt. Das mit reger Hansa-Beteiligung. Neben Tim Ole Naske im Great Eight der Skuller, ging Simon Klose für die Boston University im Vierer-mit an den Start. Dazu fuhren zwölf Mädels aus dem Frauenteam der RG Hansa im Achter und Vierer-mit die berühmte Strecke des HOCR herunter.

Es ist ein Traditionsrennen, das jährlich über 10.000 Sportler und bei bestem Wetter auch die Zuschauermassen am Ufer des Charles River anlockt.

Während Simon sein Studium an der Boston University schon im September begonnen hat, flogen die restlichen HANSA-Starter drei bis vier Tage vor dem ersten Start des HOCR ein. Donnerstag und Freitag folgten dann die ersten Trainingseinheiten.

Boote und Unterkunft in Boston

Die Frauen konnten sich Boote vom „Community Rowing Inc.“ (CRI) leihen, um in diesen zu trainieren und auch die Rennen zu bestreiten. Sassi Rünger hatte einen Großteil der Regatta für die Frauenmannschaft geplant, da sie eine längere Zeit in Boston im CRI gerudert hat und am HOCR schon mehrmals teilgenommen hat. Bei den Eltern von Sassi wurden die Mädels während der Regatta aufgenommen und super versorgt.

Der 23. Platz von über 50 Booten

Frauen Vierer-mit und Frauenachter starteten am Samstagmittag in den Wettkampf. Zuerst kämpfte sich der Vierer-mit über die anspruchsvolle Strecke von drei Meilen, mit vielen schwierigen Kurven und Brückendurchfahrten.

Lautstark unterstützt wurden die Mädels von ihrem amerikanischen Steuermann Brandt. Der aus Florida stammende Steuermann kannte die Strecke wie seine Westentasche. Nach einem super Rennen schnitt der Vierer als 10 von 20 Vereinsbooten ab und fand sich in der Gesamtwertung der Frauen-Vierer mit dem 23. Platz von 53 Booten in der oberen Hälfte wieder.

Frauenachter im Mittelfeld

Der Frauenachter ging wenig später an den Start und wurde von der aus Boston stammenden Steph gesteuert. Diese konnte ihre Kenntnis über die Strecke unter Beweis stellen und manövrierte den Achter selbstbewusst über Strecke.

Schon nach 500 Metern konnten die Frauen einen ersten Achter überholen und kämpften sich über die Strecke an einen größeren Pulk von Achtern heran. Einen Kilometer vor dem Ziel kamen sie an den nächsten Achter heran, der sie aber leider nicht passieren ließ.

So kam es zu Riemenkontakt und Steph musste in der letzten Backbordkurve leider die Außenseite nehmen, wodurch die HANSA-Mädels leider etwas Zeit verloren. Am Ende sprang Platz 4 in der von 10 Vereinsbooten für den HANSA-Achter heraus. Insgesamt wurden sie 26 von 40 Booten.

Head of River Charles

Mit Power auf die zweite Streckenhälfte: (v. Bug n. Heck) Birte Kirschstein, Ada Stange, Maria Buhné, Gesa Lindenau, Mara Kölker, Sassi Rünger, Mariam Rembold, Jule Dirks und Steuerfrau Steph.

Knifflige Strecke: Die HANSA-Mädels auf Aufholjagd

Bei so vielen Frauen wird der Herr auf Händen getragen (v.l.n.r.): Ada Stange, Gesa Lindenau, Jule Dirks, Kim Schmidt, Amke Nimmrich, Birte Kirschstein, Mariam Rembold, Marissa Pohlmann, Mara Kölker, Maria Buhné, Karen Zant und Sassi Rünger.

Bestes Regattawetter in Boston: Die Ruhe vor dem Rennen des Vierer-mit.

Der Vierer: (v.l.n.r.): Marissa Pohlmann, Kimberly Schmidt, Steuermann Brandt, Amke Nimmrich und Karen Zant.

Der Achter geht zu Wasser: Abstoßen am Community Rowing Inc. (CRI).

Simon für die Boston University am Start

Simon ging in seinem Vierer-mit am Samstag an den Start. Der Hamburger Jung studiert seit September an der Boston University und konnte sich beim Head of the Charles für seine Uni unter Beweis stellen. Mit einer starken Angangszeit könnte Simon und seine Mannschaft auf den zweiten Platz vorschieben, mussten sich im Endeffekt aber doch hinter den Männern aus Princeton und Kalifornien geschlagen geben. Somit konnte sich der Boston University Vierer über einen sehr guten dritten Platz von insgesamt 20 gestarteten Booten freuen.

Auch am Sonntag ging Tim Ole im so genannten Great Eight an den Start. Dieser Achter stellt sich jedes Jahr in unterschiedlicher Besetzung den schnellsten Achtern der Universitäten. Dieses Jahr hatte Tim Ole die Ehre der Einladung von Neuseeländischen Teamkapitän Robbie Manson zu folgen.

Und auch hier zeigte TOle seine stärken. Nach ein paar Trainingseinheiten entschied die Mannschaft, Tim Ole auf die Schlagposition zu setzen. In dieser Besetzung stellten sich die schnellsten Skuller der Welt den Elote-Achtern der großen Universitäten.

Zwei Nachteile hatte der Great Eight natürlich. Die Männer saßen in dieser Besetzung noch nie zusammen für ein Rennen im Boot, und auch das Riemenrudern gehört nicht zu ihrem Ruderalltag.

Great Eights liefert Super-Rennen

Nach einem spannenden Rennen und ein paar Überholungen des Great Eights mussten sich TOle und sein Team am Ende nur den Männern aus Berkeley, Kalifornien, geschlagen geben. Platz zwei, mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem Achter aus Yale, sprang somit für Tim Ole heraus. Nur drei Sekunden trennte den Great Eight vom Sieg, was auf einer fast fünf Kilometer langen Strecke nicht wirklich viel ist.

Dank an Sassi Rünger

Ein großer Dank geht von dem Frauen-Team an Sassi Rünger, die sich um die Organisation der Boote, die Meldung, die Steuerleute und vieles mehr gekümmert hat. Außerdem bedeanken wir uns  bei Sassis Eltern, die zwölf Rudermädels bei sich aufgenommen haben und den Aufenthalt in Boston einfach unvergesslich gemacht haben.

Zuletzt geht ein großer Dank an die Steuerleute Steph und Brandt sowie an die RG HANSA, die den Start für die Mädels überhaupt erst ermöglicht hat.

Das Frauenteam mit Sassis Eltern, Thomas und Maria Christina (v. hinten n. vorne, v.l.n.r.) Amke Nimmrich, Mariam Rembold, Birte Kirschstein, Kim Schmidt, Gesa Lindenau, Ada Stange, Jule Dirks, Mara Kölker, Marissa Pohlmann, Karen Zant, Maria Buhné, Sassi Rünger, Maria Christina und Thomas Rünger

 

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