Hansa/Ratzeburger Achter auf der Erfolgsspur vor heimischem Publikum

Hansa/Ratzeburger Achter auf der Erfolgsspur vor heimischem Publikum

 

Erfreulich verlief das Heimspiel, die 4. Bundesliga-Regatta auf der Binnenalster, für den Männerachter der RG Hansa. Und das, obwohl die Vorzeichen ungewiss standen. Gegen einen Erfolg sprach, dass es wieder einmal schwierig gewesen war, die Mannschaft, welche diesmal aus 3 Ratzeburgern und 5 Hanseaten bestand, zum Training in dieser Konstellation ins Boot zu bekommen. Für einen Erfolg sprach hingegen, dass diese Crew insgesamt wohl mehr PS im Boot vereinte als bei den vorherigen Regatten.

An den Start gingen zuerst die Hamburger Daniel Schulz, Jan-Philipp Wulf, Wilm Steingröver, Fokke Beckmann und Ingo Tribian, sowie die Ratzeburger Patrick Pilz, Sven Appel und Moritz Franz. An den Steuerseilen saß erneut Felicity.

Die Nagelprobe war wieder das Zeitfahren. Voller Krafteinsatz an jeder Position sorgte zwar nicht gerade für eine saubere Technik, allerdings für einen 7. Platz und damit den direkten Einzug ins Achtelfinale. Dieses erste Rennen ließ auf mehr hoffen, nicht zuletzt auch deswegen, weil das technische Potential der Mannschaft noch nicht ausgeschöpft war und trotzdem schon die beste Platzierung heraussprang, die wir in den Zeitfahren bisher erreicht hatten (übrigens: auch in der 1. Liga hätte es mit unserer Zeit für den 7. Platz gereicht...)

An dieser Stelle einen großen Dank an die Hansa-Mitglieder für die tolle Fan-Unterstützung vom Ufer. Nicht nur war Stephan Froelke mit vielen Junghanseaten zum Anfeuern da, auch traf man viele Breitensportler an der Strecke, welche die Hansa-Achter lautstark „ins Ziel brüllten“.

Auf diese Weise hoch motiviert wurde vor den nächsten Rennen noch ein paar Starts geübt. Der Krimi des Tages war dann das Achtelfinale. Mit dem Karlsruher Baden-Achter, dem aktuellen Tabellenführer, hatten wir eine harte Nuss zu knacken. Bis zum Schluss wurde Bord an Bord gekämpft, es ertönte nur eine einzige Zielhupe. Das foto-finish musste zu Rate gezogen werden ... Unser Achter hatte mit 1/100 Sekunde das Rennen für sich entschieden. Das entspricht etwa 6 Zentimetern... Dies bedeutete für uns eine in dieser Saison erstmalige Platzierung in der oberen Tabellenhälfte!

Eine erneute technische Steigerung sorgte dafür, dass wir im Viertelfinale den Dortmunder Achter deutlich schlagen konnten und nun also um die Plätze 1-4 fuhren – ein Treppchenplatz war zum Greifen nahe!

Für die letzten beiden Rennen wurde Daniel Schulz durch Marco Martinez ausgewechselt. Erstgenannter stellte fest, dass das Zuschauen am Ufer zwar weniger anstrengend, jedoch nicht weniger aufregend ist...

Dort musste er nämlich beobachten, wie die Hansa/Ratzeburger Crew im Hamburger Duell gegen den starken Achter der Favorite Hammonia zwar gut vom Start wegkam, dann aber kurz vor dem Ziel durch einen Krebs ausgebremst wurde und verlor.

Toll war, dass sich alle drei Hamburger Achter für die Plätze 1-4 qualifiziert hatten, sodass auch das kleine Finale zwischen Hamburgern ausgemacht wurde: Hansa gegen den Allemannia-Achter. Aber wieder war uns das Glück nicht hold. Ein Steuerschaden sorgte dafür, dass unser Achter direkten Kurs auf eine der Begrenzungsbojen nahm und wir sowohl von den Allemannen als auch von einem Treppchenplatz Abstand nehmen mussten.

So gab es zwar keine Medaille, aber für jeden Sportler und die Steuerfrau die goldene Ananas, schön eingelegt und gezuckert in der Dose – na, wenn das mal nichts ist.

Es geht weiter in 3 Wochen in Hannover. Vielleicht hat einigen Hansa-Unterstützern die Stimmung ja so gut gefallen, dass sie auch in Hannover dabei sein wollen. Wir jedenfalls freuen uns auf die nächste Regatta und hoffen, an diesen letzten Erfolg anknüpfen zu können.


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